Es lebe die Zerbrechlichkeit Stärke macht mir Angst, es sei denn Sie ist aus Zerbrechlichkeit geboren Mich berühren die ungebetenen Gäste Die Stillen und Verzagenden Die Unerhörten Schönheit gebiert sich Aus Hilflosigkeit Und Weisheit ist oft Ein Akt der Verzweiflung Immer wenn ich zerbrechlich war Konnte ich wachsen Wenn ich mich vollendet fühlte Erstarrte ich Mein Herz schlägt für die Missglückten Unansehnlichen Unbestätigten Die aber im Licht stehen Machen sich keine Gedanken über den Schatten, den sie werfen Vielleicht ist der Schatten größer als sie Vielleicht weiß er mehr von dem Was uns bedingt Die Schönheit Gehört den Zerbrechlichen Wir aber wähnen uns schön Und sehnen uns doch insgeheim danach Zerbrechen zu dürfen